Das geheime Leben unserer Hunde

ZDF 2-teilige Dokumentation à 45 min
Pfingsten 2015 und 2016

Mindestens 15.000 Jahre alt ist die Beziehung zwischen Hunden und Menschen. Ausreichend Zeit für beide, um zusammen zu wachsen. Kein Wunder, dass alle Hundebesitzer schwören, sie hätten einen ganz besonderen Draht zu ihrem Vierbeiner. Der Hund ist (nach der Katze) der Deutschen zweitliebstes Haustier. Er ist Partner, Vertrauter, Beschützer und meist voll integriertes Familienmitglied.

Aber wie genau kennen wir ihn tatsächlich? Verstehen wir wirklich, was in ihm vor geht? Was tut er in unbeobachteten Momenten? Liegt es an der engen Bindung zum Menschen, wenn manche Hunde nicht alleine bleiben können oder vermissen sie nur ihre Artgenossen? „Das geheime Leben unserer Hunde“ geht diesen und anderen Fragen nach. Immer ausgehend von menschlichen Beobachtungen tauchen wir in die Befindlichkeit der Hunde ab. Aber auch als Profi auf vier Pfoten unterstützt er seinen Menschen als treuer und gewissenhafter Gefährte.

In der Dokumentation „Das geheime Leben unserer Hunde I“ kommt ein Welpe, Page, neu in eine Familie nach Goslar und erobert sich seine Welt. Wir sehen, wie sich die Sinne des Welpen allmählich entwickeln und die Beziehung zwischen Hund und Familie stetig wächst. Ein halbes Jahr lang begleiten wir Page und seine Familie. Der zweite Strang erzählt die Geschichte von Monty, einem erwachsenen Mischlingshund, der partout nicht alleine sein kann und seine Besitzer in die Verzweiflung treibt. Trennungsstress als Kehrseite der guten Beziehung. Kann der Hund lernen, ohne seinen Menschen für eine Weile auszukommen?

Ergänzt werden die beiden Geschichten durch kurze Sequenzen, in der Hundebesitzer ihre magischen Momente mit ihren Vierbeinern beschreiben. Diese sind immer wieder Ausgangspunkt für Erzählpassagen, in denen der Hund mit hochwertigen Bildern erlebbar gemacht wird. So hört ein Hund viel weiter entfernte Geräusche und höhere Töne als der Mensch. Ein Radiowecker kann ihn deshalb um den Verstand bringen. Er riecht fast vierzig Mal besser und kann die einzelnen Familienmitglieder, aber auch Rauschgifte und selbst Krankheiten am Geruch eindeutig identifizieren. Hunde sind empathische Wesen, die anhand der Gesichtsmimik und dem Verhalten eines Menschen darauf schließen können, was in ihm vorgeht.

In der Dokumentation „Das geheime Leben unserer Hunde II – Profis auf vier Pfoten“ ergründen wir, was die Basis dieser engen Mensch-Hund-Beziehung ist und welche besonderen Fähigkeiten Hüte-, Rettungs- oder Blindenführhunde mitbringen. Mit Hilfe spezieller Kameratechniken versetzen wir uns in die Welt des Hundes und bleiben auf seiner Augenhöhe. Spektakuläre Aufnahmen einer Highspeed-Kamera zeigen erstmals im TV wie Hunde unter Wasser tauchen.

Die Dokumentation begleitet Blindenführhund Bruno und zeigt, wie er die Aufgaben mit und für sein neues Frauchen meistert. Der Mischlingsrüde führt Hannelore sicher an allen Hindernissen vorbei. Dabei muss er im Job voll konzentriert sein und darf sich durch nichts ablenken lassen. Hütehund Karl ist beim Schäfer Knut in der Ausbildung. Er lernt die Schafe zusammenzuhalten und treibt sie sogar sicher an einer befahrenen Bundesstraße entlang. Karl teilt sich den Job als Aufpasser für die Schafherde mit den Herdenschutzhunden. Weiße Pyrenäen-Berghund-Welpen wachsen in der Riesenherde auf, um sie später vor einem möglichen Wolfsangriff zu beschützen.

Hütehund Kurt und Blindenführhund Bruno würden alles für ihre Menschen tun, weil sie ihnen eng verbunden sind. Ebenso wie die Hunde der Rettungshundestaffel Ulm, die dem Befehl ihrer Menschen selbst durch einen Feuertunnel und über eine wackelige Strickleiter folgen. Absolutes Vertrauen und Verlässlichkeit ist die Basis dieser besonderen Mensch-Hund-Beziehung.

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